Migräne und Stress - Migräne Praxis Nieland

Migräne und Stress

Um sechs Uhr klingelt der Wecker, Aufstehen, Toilettengang, Frühstück vorbereiten, die Kinder wecken, zusammensetzen und sich für den bevorstehenden Tag stärken. So, oder so ähnlich läuft der Morgen vieler Menschen täglich ab. Alles hat sich im Laufe der Zeit sehr gut eingespielt und die Abläufe kennt jeder aus dem Effeff. Das System ist aber ein sehr empfindliches Konstrukt vieler kleiner Punkte. Läuft nur einer dieser Punkte anders als gewohnt ab, gerät das System ins Wanken.

Die Kinder trödeln, die Toilette ist besetzt oder der Wecker ist kaputt um nur einige Beispiele zu nennen. Passiert auch nur eines davon ist es vorbei mit dem ruhigen Ablauf. Man muss Zeit aufholen um rechtzeitig die Kinder zum Bus zu bringen und um nicht zu spät bei der Arbeit zu erscheinen. Die Nebenniere beginnt Stressshormone abzugeben und hierdurch die Energiereserven des Körpers freizusetzen. Stress ist eine physiologische Reaktion, die unseren Körper auf eine bevorstehende Flucht oder einen Kampf vorbereiten will.

Eigentlich eine sehr intelligente Reaktion. Sie bringt uns dazu effektiver und schneller zu funktionieren und ausserdem dicht an unsere Belastungsgrenze oder sogar darüber hinaus zu gehen. Dies ist in Notsituationen sehr vorteilhaft und kann das eigene Leben oder das eines Anderen retten, doch tägliche Stresssituationen sind auf Dauer ungesund und bewirken dann eher das Gegenteil. Gerade Menschen die häufig an Migräne leiden bekommen dies zu spüren. Da ihr Hormonhaushalt sich sowieso schon in einem Ungleichgewicht befindet sind die Stressreaktionen oft ein Trigger für einen Anfall. Hinzu kommt die Addition von Belastungen, die dazu führen, dass die Erholungsphasen stets länger werden. Hierdurch beginnt man zum Beispiel den Arbeitstag nicht mit 100% Leistung und ein Teufelskreis entsteht.

Nun ist ja nicht nur der Morgen ein Stressrisiko. Den ganzen Tag, die ganze Woche, der ganze Monat hält viele mögliche Stressauslöser bereit. Wir können dies auch nicht immer vermeiden und müssen deshalb richtig mit Stress umgehen.
Es gibt sehr viele Möglichkeiten mit Stress besser zurechtzukommen. Hier einige Beispiele:

  • Stressreduktion
  • Autogenes Training
  • gruppenbezogen Bewältigungsstrategien
  • Yoga oder Reiki
  • Sport
  • uvm.

Zur Stressbewältigung gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, auf die wir hier nicht weiter eingehen möchten. Jeder Mensch ist verschieden und so hilft nicht jede Strategie jedem gleich gut.
Sobald man merkt, dass man aus eigener Kraft nicht mehr aus dieser Stressspirale herauskommt, sollte man den Hausarzt oder einen Spezialisten aufsuchen. An Medikamente sollte aber erst nach dem Versagen der anderen Therapien gedacht werden.

Manchmal kann es ausreichen einige Stressfaktoren zu beseitigen um die Erholungsphasen zu verlängern und so mehr Energie zu generieren. Es ist sehr zu empfehlen, sich einmal pro Tag oder wenigstens einmal in der Woche Zeit einzuplanen, um etwas zu tun, was man gerne tut. Hierbei sind den persönlichen Vorlieben keine Grenzen gesetzt. Wandern im Grünen ist sehr zu empfehlen. Wichtig ist nur dass man sich bei der Tätigkeit wohl fühlt und entspannen kann.

Planung ist sehr wichtig und trägt entscheidend zu einem stressfreien Tagesablauf bei. Man sollte zwischen einzelnen Punkten genügend Puffer einplanen um die Gefahr in Zeitdruck zu kommen zu minimieren. Es ist wichtig die Zeiten für die Entspannungsphasen fest mit einzuplanen.

Wenn Sie es schaffen den Stress zu verringern, haben Sie einen möglichen Migräneauslöser verhindert.

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