Migräne und die Antibabypille - Migräne Praxis Nieland

Migräne und die Antibabypille

Vielen Migränepatientinnen wird schon in jungen Jahren die „Pille“ verschrieben und empfohlen, sie ohne Pause durchzunehmen mit der Hoffnung, die Menstruation zu stoppen. Hierdurch wird das Ziel verfolgt, die Migräne zu stoppen. Tatsächlich hilft die Antibabypille gelegentlich, aber dann in den meisten Fällen nur ca. 3 Monate. Danach stellt sich häufig wieder der alte Migräne-Rhythmus ein oder er verändert sich sogar zum Negativen. Zusätzlich hat die Antibabypille noch viele Nebenwirkungen, die auch für Nicht-Migränepatientinnen von Bedeutung sind.

Bezogen auf die Migränepatientinnen ist ein großes Problem die weitere Störung oder Blockade des Hormonhaushalts durch die Pille. Diese enthält Hormone, wie künstliches Östrogen kombiniert mit verschiedenen synthetischen Gestagenen. Eine Hormonspirale enthält, wie der Name schon sagt, ebenfalls Hormone. Diese von aussen zugefügten Hormone stören den komplexen und feinen Ablauf des Menstruationszyklus, der bei Frauen ständig statt findet. Das Hormonsystem ist sehr sensibel, sodass auch verhältnismäßig wenig Hormone einen großen Einfluss haben können.

Natürlich ist eine ungewollte Schwangerschaft in den meisten Fällen nicht von Vorteil. Nur wäre es ratsam, auf nicht hormonale Verhütungsmittel umzusteigen. Hierunter fallen zum Beispiel

  • Kupferspirale
  • Kupferkette
  • Kondom
  • Sterilisation (Mann/Frau)
  • Diaphragma

Diese haben einen unterschiedlichen „Pearl-Index“ (Maß für die Wirksamkeit bzw. Zuverlässigkeit von Methoden zur Empfängnisverhütung) und sind mehr oder weniger praktisch. Für welches nicht-hormale Verhütungsmittel man sich entscheidet, ist jedem selbst überlassen. Falls Sie denken, dass Ihre Migräne durch eine Störung im Hormonhaushalt ausgelöst wird, können Sie uns gerne kostenlos für mehr Informationen über unsere Behandlung kontaktieren.

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